Wildtiere und Tierschutz in Deutschland
Wildtier und doch schutzlos
Der Bergriff "Wildtier" beduetet nicht, dass das Tier wild oder gar bissig ist und deswegen so heißt. Nein, Wildtiere sind all die Tiere, die in unseren heimischen Wäldern, Gärten und Seen leben. Mitten unter uns und doch meist unsichtbar.
Der Lebensraum der Wildtiere
Allerdings geht der Lebensraum der Wildtiere immer weiter zurück, da der Mensch sie durch seine Industrialisierung weiter und weiter verdrängt. Hatten die Tiere vor einigen Jahrzehnten noch viel mehr Fläche zur Verfügung, um sich aus zu breiten, so stehen dort heute oftmals Traktoren und Mähmaschinen. Es gibt immer weniger Platz, was langfristig wohl zu einem Rückgang der einen oder anderen Population führen wird.
Wer oder was sind Wildtiere?
Doch was sind Wildtiere überhaupt? Generell alle Tiere, die nicht zusammen mit Menschen leben, also nicht in unseren Haushalten. Wildgänse, Frösche, Rehe, Hirsch, Igel, Marder, Füchse, Dachse, Falken sind einige Beispiele hierfür. Da unter den menschlichen Lebewesen oft der Irrglaube besteht, dass diese Tierarten ihm gefährlich werden oder Schaden zufügen könnten, werden recht rabiate Mittel zur Abschreckung angewandt. Zum Beispiel im Wald aufgestellte Fallen, die die Tiere oft arglistig mit Futter anlocken und in denen diese dann meistens qualvoll verenden. Dabei wollen die Tiere dem Menschen nichts Böses und stellen keine direkte Gefahr dar. Es sei denn, sie fühlen sich gereizt und wollen sich verteidigen. Aber wer würde sich nicht wehren, wenn er grundlos geärgert wird?
Zusammenleben von Mensch und Wildtier
Etwas anderes ist es, wenn sie für den Menschen wirklich eine Gefahr darstellen, z.B. durch durch Krankheiten. Die Meisten denken hier spontan an die Tollwut, an welche uns hierzulande gelegentlich Warnschilder in den Wäldern erinnern. Aber auch hier gilt der Grundsatz "tust Du mir nichts, tu ich Dir nichts". Soll heißen, dass es noch nie einen Fuchs gegeben hat, der unaufgefordert und ohne Grund aus dem Wald heraus geschossen kam und einen vorbeilaufenden Menschen angefallen hat. Damit Menschen nicht mehr so intolerant gegenüber diesen Kreaturen auftreten, versuchen Tierschützer so viel Aufklärung zu leisten, wie nur möglich ist. Ob das genug ist, um einige Wildtierarten vor dem Aussterben zu bewahren, ist fraglich. Solange sogar Naturschutzgebiete achtlos betreten und manchmal sogar vollgemüllt werden, ist hier noch einiges an Arbeit zu tun. Vielleicht haben die Tiere dann eine Chance, in Frieden zu leben, wenn manche Menschen begreifen lernen, dass Wildtiere eine Bereicherung für unsere Welt sind.
Wildtiere in deutschen Gärten?
Immer häufiger kommt es sogar vor, dass Füchse und Wildschweine die Angst vor dem Menschen so sehr verlieren, dass sie sogar in dessen Gärten eindringen, auf der Suche nach Essbarem. Teilweise werden die Tiere sogar angelockt, weil BürgerInnen Tierliebe falsch verstehen. Sie richten Futterstellen ein, an welchen die Tiere dann, teilweise sogar aus der Hand, gefüttert werden.
Für die nicht so "tierlieben Menschen" werden diese Wildtiere dann allerdings zur Gefahr, wenn sie urplötzlich am Stadtrand auf diese scheinbar zahmen Tiere streffen.
Damit liebe Fütterer ist niemandem geholfen! Weder dem Mensch und ganz sicher nicht dem Tier. Im schlimmsten falle müssen diese tiere sogar abgeschossen werden, da sie ihre natürliche Scheu vor dem Menschen verloren haben und so zur Gefahr werden.
21. September 2009 | Rolf Hellwig