Wildunfälle nehmen im Herbst zu
Jetzt, im Herbst, beginnt die Zeit, in welcher Wildunfälle zunehmen. Die Tage werden kürzer und die Zeiten in welchen die Wildtiere aktiv werden, nämlich in der Morgen- und Abenddämmerung, und die Zeiten in welchen noch viele mit ihren Autos unterwegs sind, kommen sich näher. Es ist vermehrt neblig, was zusätzlich für schlechtere Lichverhältnisse sorgt. Ausserdem legen die Tiere zu dieser Jahreszeit größere Strecken zurück, um von ihren Schlafplätzen zu den Futterstellen zu gelangen.
Haarwild, also Wildschweine, Rehe, Hirsche, Füchse und Hasen, haben es also nicht unbedingt einfacher.
Bleibt nur, an alle Autofahrer zu appelieren, besondere Vorsicht gelten zu lassen, nicht zuletzt im eigenen Interesse. Besonders Wildschweine sind sehr schwer zu erkennen. Ein urplötzlicher Schatten vor dem Fahrzeug und es ist meist schon alles zu spät. Verletzten Wildschweinen sollte man sich aber auf keinen Fall nähern, da diese sehr aggresiv sein können. Im Falle eines Falles ist sofort die Polizei zu rufen. Wichtig ist jetzt, dass das Wildtier so schnell wie Möglich von seinen Leiden erlöst wird. Im Übrigen sollte man das Tier auf keinen Fall mitnehmen, da man sich sonst der Wilderei schuldig macht.
2007 und 2008 mussten laut Wildunfall-Statistik des Deutschen Jagdschutz Verbandes (DJV) rund 23.000 Wildschweine mit ihrem Leben bezahlen, dass wir Menschen mit unseren Autos auf den Straßen unterwegs sein können. Da dies natürlich nicht veränderbar ist noch ein mal die Bitte an alle Autofahrer: Passt Eure Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen an und seit besonders auf bewaldeten und feldnahen Straßen besonders aufmerksam.
2. Oktober 2009 | Rolf Hellwig